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CPT. KOCHS KOCHSTUBE

GRIZOU - s/t

Unter dem ebenso schlichten wie treffenden Motto „punkausberlin“ tummeln sich die Sympathen von Grizou seit einiger Zeit bereits in diversen Ecken und Keller des Landes. Das endlich erschienene Debüt-Album lässt schleunigst sämtliche Gedanken an gleichnamigen Drachen-Nachwuchs mit Löschmeister-Absichten vergessen und das sehr überzeugend...

Zunächst einmal liebe ich ja diese lässige Haltung, eine CD noch mit ins LP-Cover zu schmeißen. Erste Punkte eingeheimst! Nahtlos weitermachend mit dieser (unbewussten) Tätigkeit servieren die 5 emotionalen Deutsch-Punk der begeisternden Sorte. Insbesondere über den sehr variablen Gesang, der den Wechsel zwischen gefühlvoll-tief-&-ruhig und platzend-schreiend klasse und immer wieder neu hinkriegt, fallen mir als Spontan-Vergleiche die zur Zeit sehr geschätzten Kaput Krauts oder auch Koyaanisqatsi ein. Bekanntere Schubladen-Paten sind mit Sicherheit EA 80, wobei in dem Fall die schönen Gitarrenlinien „Schuld“ sind (Man vergleiche einmal Grizous „head first“ mit dem Uralt-EA80-Klassiker „Häuser“... Herrlich!).

Und genau an der Stelle liegt möglicherweise auch irgendwo –wenn nicht der Hund, dann doch wenigstens- die Anziehungskraft dieser Platte begraben: Sie verzichtet gänzlich auf offensichtlichen, neumodischen Schnick-Schnack und wirkt dadurch irgendwie stilvoll/ old school/ klassisch/ elegant (wenn das im Zusammenhang mit Punkrock-Scheiben zulässig erscheint!?!). Hört´s euch an, dann wisst ihr was ich meine...

LP mit beigelegter CD (11 tracks/ 34:01 min.)