KUR KONZERTE - AUSBLICK


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KUR KONZERTE  HÖR-ECKE


CPT. KOCHS KOCHSTUBE

KAPUT KRAUTS - quo vadis, arschloch?

WOW! Was für ein Riesenschritt, was für eine Entwicklung im Vergleich zu den bisherigen („Non-Full-Length-„)Veröffentlichungen. Und dabei waren diese alles andere als uninspiriert. Auf ihrem ersten „richtigen“ Album ziehen die 5 Energiebündel aber so viele Register, dass mich die ersten beiden Durchläufe eher irritiert und verhalten überzeugt hinterließen. Dies ändert sich jedoch beim 3. bis x-ten Mal Hören grundlegend.

Dabei fanden sich zunächst meine Favoriten ungewöhnlicherweise im hinteren Teil der Platte. Das genial-schöne Instrumental „MS Seelenverkäufer“, das krude, mit NDW-Einschlag versehene „Auto?“, die Punkrock-Hymne „Glaube, Liebe, Hoffnung“ mit Ohrwurm-Gitarren-Riff und dazwischen kaput-krauts-typische, hardcore-nahe Wutausbrüche nebst Texten mit & für´s Köpfchen.

Aber wie gesagt: Die Platte kommt (zumindest unter Umständen) langsam, und die anfängliche Verwunderung wandelt sich in Bewunderung angesichts des gelungen umgesetzten Ideenreichtums: War das da eben eine Trompete? Und was für ein geiler Übergang vom Techno-Synthie-Part zum In-die-Fresse-Geballer („Gemütlichkeitspunk´s not dead“). Bei „Versuchen, einsehen, einigen“ drängen sich die sonst unangebrachten Muff-Potter-Vergleiche auf (in ihrer Prä-„Parka“-Periode wohlgemerkt). Und dazwischen immer wieder sehr passende, schöne Textsamples.

Herausgekommen ist folglich ein wunderbares Album, das bei aller, durchgängiger Eigenständigkeit eine Art Querschnitt oder eher noch die Quintessenz der derzeitigen einheimischen Punkrock-Gemeinde (ab-)bildet. Hervorragend!

 

LP, CD (13 tracks/ 36:36 min)